Die Kölner Stadtkrippe auf dem Weihnachtsmarkt

banner_webseite_20161007-page-001-1024x397Die Kölner Stadtkrippe wurde von den Krippenfreunden Region Köln e.V. im Jahr 1997 initiiert und erstmalig mit den Figuren der Hl. Familie aufgestellt. Seitdem kamen jedes Jahr weitere Figuren hinzu, ermöglicht durch private Spenden und Stiftungen von Unternehmen. Die edlen Bronzefiguren in modernem Stil gestaltete die kölner Bildhauerin Rosemarie Peter, gegossen wurden sie in der Bronzegießerei Heinrich Waniek.

Den Bau einer neuen Kulisse in 2010 ermöglichte freundlicherweise der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom.

Am 05.12. gegen 15 Uhr erfolgt die feierliche Weihe der Kölner Stadtkrippe durch Herrn Domprobst Gerd Bachner.

Das Begleitheft zum Kölner Krippenweg können Sie an unseren Informationsständen (Stand 0 und 125) auf dem Weihnachtsmarkt erwerben.

Als ganz besondere Attraktion können Sie auf dem Weihnachtsmarkt am Kölner Dom zusammen mit den Heiligen Drei Königen auf die Reise zum Jesuskind gehen.

In vielen farbenfrohen Bildern ist der Weg von Caspar, Melchior und Balthasar an den Rückwänden der äußeren Stände des Marktes liebevoll aufgemalt.

Symbolik der Kölner Stadtkrippe

Das Christkind auf dem Schoß der Jungfrau und Gottesmutter Maria ist der Mittelpunkt der Krippe. Maria hält ihren Sohn auf dem Schoß. Sie ist der Thron des Allerhöchsten, die Pforte des Himmels, der Tempel des Heiligen Geistes, das Urbild der Kirche.

Josef steht neben Maria mit dem Stab der Erwählung, des Amtes und seiner Aufgabe. Er ist der von Gott erwählte Pflegevater. Der erblühte Stab umschreibt gleichnishaft seine Erwählung von Gott aus dem Stamme Juda.

stadtkrippe

Dass dieses Kind Gott selber ist, bezeugen Ochs und Esel. In den Weihnachtsevangelien wird nichts über Ochs und Esel berichtet. Sie sind sogenannte Ammentiere. Diese bezeugen in der heidnischen Mythologie die Geburt eines Gottes.

Ein Hirte mit den Schafen eilt zum Kind, dem Heiland der Welt. Das (an)gebundene Lamm an den jungen Trieb aus der alten Wurzel weist uns wie Johannes der Täufer auf Christus hin, als er sagt: ‚Seht das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünden der Welt.‘

Die Kinder der Welt, schwarz und weiß gemeinsam, sind gekommen, um Gott die Ehre zu geben, wie der Engel es den Hirten geboten hat.

Mit dem Engel und dem Stern wird die Geburt des Herrn der Welt verkündet: ‚Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen, die guten Willens sind. Heute ist Euch in der Stadt Davids der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr!‘ (Lukas 2,11).

Vor den Heiligen Drei Königen schreitet die Königin von Saba mit einer Phiole, die eine Melisse ziert; ein dezenter Hinweis auf den Stifter einiger Figuren. Sie ist eine allegorische Figur aus dem Alten Testament, wo sie den mächtigsten König Salomon mit vielen Geschenken und Dromedaren aufsucht.

Der erste König, den ein prachtvoller Turban ziert, weist ihn auch in seinem Gewand als eine herrschaftliche Persönlichkeit aus dem asiatischen Raum aus. Er hat schon das Kind mit seinen Augen erblickt. Mit einem kostbaren Gefäß voll Weihrauch bringt er seine Anbetung im Glauben an das göttliche Kind dar.

Der zweite König im Schmuck eines afrikanischen Häuptlings weist voller Begeisterung auf den Stern, der ihm die Erfüllung seiner Hoffnung, Gott zu finden, anzeigt. Sein Geldbeutel am Gürtel zeigt uns an, dass er mit dem Gold die Königswürde des Kindes preist.

Dieser dritte König mit einer europäischen Krone, dessen Gewand auf eine hohe priesterliche Funktion schließen lässt, scheint schon ganz in die Liebe zu dem göttlichen Kind versunken zu sein. Er anerkennt in diesem Kind den ewigen Hohen Priester und bringt in seinem erlesenen Gefäß die Myrrhe, ein Heilmittel.

Der Kamelführer ist keine Figur aus der Bibel, sondern er stellt hier symbolisch einen Krippenfreund dar. Er weist auf die Heilige Familie im Stall hin. Er möchte allen Betrachtern den Weg zur Krippe weisen, um in diesem Kind den Heiland der Welt zu finden. Auf seiner Tasche sehen Sie das Logo der Kölner Krippenfreunde. Es will den Vers von Angelus Silesius verdeutlichen: Würde Christus tausendmal in Bethlehem geboren aber nicht in Dir, Du wärest ewiglich verloren.

Die Mauer will uns bedeuten, dass Maria und Josef in der Stadt Bethlehem keine Herberge fanden und so das Neugeborene in einer Krippe zu liegen kam. Mauer und Torbogen weisen hin auf die Zeit der Römer, in der Christus geboren wurde.

Der offene, bescheidene Krippenstall bedeutet uns, dass Gott in unsere Zeitlichkeit hinein bei uns vorübergehend Wohnung genommen hat. Man denke an die Bedeutung des Wortes ‚Tabernaculum‘ ?das Zelt Gottes unser den Menschen?.

Die Leiter ist ein Symbol für das Herabsteigen Gottes aus seiner Herrlichkeit in unsere Welt, die Menschwerdung Gottes. Die Ähren weisen uns hin auf die deutsche Bedeutung des Namens Bethlehem, ‚Haus des Brotes‘.

Die Figuren wurden gestiftet von:

Kölner Krippenfreunde Region Köln e.V.:

Hl. Familie, Schafe, Esel, Engel mit Stern, Kinderpaar, Dromedar, gebundenes Lamm an Wurzel, Krippenfreund

M.C.M. Klosterfrau Melissengeist:

Hl. Drei Könige, Königin von Saba, Hirte mit Schaf, Ochse

KW Kölner Weihnachtsgesellschaft mbH (Weihnachtsmarkt am Kölner Dom)

Neubau Kulisse, Realisierung durch Baudekolon Gmbh, 2010, Krippenfreund